16.02.2019
Kopf

Schlitten verlegt Glasfaserkabel unter Wasser

Die Ausgangssituation

In den flachen Küstengewässern Indonesiens in wenigen hundert Metern Tiefe wurden zur Erweiterung der Internet-Kapazitäten Glasfaserkabel mit herkömmlichen Kabelschiffen verlegt. Es zeigte sich, dass die für die Verlegung von herkömmlichen Kabeln ausgelegten Einrichtungen nicht geeignet waren. Häufig sind die Fasern gebrochen, was jeweils zu stundenlangen Ausfällen der Verlegung führte.

 

Versuche mit Unterwasserschlitten, deren Steuerung vom Verlegeschiff über Druckleitungen vorgenommen wurde, verliefen wegen der systembedingten Ungenauigkeit und Reaktionszeiten unbefriedigend.

 

Die Aufgabenstellung

Die Lösung war ein Verlegeschlitten, dessen Spülschwert die Datenleitung auf dem Meeresgrund eingrub. Der Schlitten musste höhensteuerbar sein, das Schwert bewegen und auf den Glasfaserstrang einen definierten, konstanten Zug ausüben. Die Steuerung sollte zentral per Joystick vom Verlegschiff erfolgen. Aus Sicherheitsgründen mussten alle Funktionen völlig unabhängig voneinander doppelt ausgeführt werden, um bei möglichen Störungen kontinuierlich weiterarbeiten zu können ohne den Schlitten aufzuholen.

 

Das Ergebnis

Lippold konstruierte eine druckwasserdichte Röhre, in der die beiden hydraulischen Anlagen in getrennten Abteilen eiingebaut wurden. Nur die Druck- und Rücklaufanschlüsse wurden nach außen geführt. Alle Bewegungen des Schlittens wurden mit Drehwinkelsensoren an die Steuerung weitergemeldet.

 

Das Gerät wurde beim Auftraggeber in Singapur von den Lippold Monteuren erfolgreich in Betrieb genommen.

 

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