16.02.2019
Kopf

Umbau hilft Versprechen des Kaisers einzuhalten

Die Ausgangssituation 

Als der Kaiser-Wilhelm-Kanal 1895 eröffnet wurde hatte sich das Deutsche Reich verpflichtet, als Ersatz für die unterbrochenen Verkehrswege auf alle Zeiten einen ständigen, kostenlosen Übergang über den Kanal zu gewährleisten. Der Kiel-Kanal ist heute die meist befahrene Wasserstraße der Welt. Neben den 10 Hochbrücken und den 2 Tunneln gibt es noch 13 Kanalfähren, die zur Zeit mit je 2 Mann Besatzung im Schichtbetrieb rund um die Uhr gefahren werden. Daher lastet auf der Kanalverwaltung ein erheblicher Kostendruck.

 

Die Aufgabenstellung

Als Test war eine der Fähren so umzubauen, dass sie mit nur einem Mann ständig unter Einhaltung aller besonderen Sicherheitsvorschriften der Kanalfahrt betrieben werden kann. Da sie nicht ursprünglich für diese Betriebsart konzipiert wurde und ein genereller Umbau oder Neubau aus Kostengründen ausschied, wurde eine Reihe von hochindividuellen Lösungen für den Umbau erforderlich.

 

Das Ergebnis

Alle vorhandenen Aggregate und Sicherheitseinrichtungen werden jetzt aus dem Steuerstand zentral ferngesteuert. Dazu gehört der gesamte Betrieb der Maschine, die Bug- und Heckrampe mit Schranken, alle Sicherheitseinrichtungen wie Lenzventile, Rettungsinseln, Anker usw...

 

Die Fähre arbeitet heute störungsfrei im 24-Stunden Betrieb.

 

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