16.02.2019
Kopf

360-Tonnen-Bagger mit 3 Beinen lernt schwimmen

Die Ausgangssituation

In Wilhelmshaven entsteht Deutschlands erster Tiefwasserhafen. Jetzt müssen für den Jade-Weser-Port innerhalb von etwa zwei Jahren vier Millionen Kubikmeter schwer lösbarer „Lauenburger Ton“ sowie Sand, der von anderen Geräten verspült wurde, gebaggert und entsorgt werden. Diese und andere Aufgaben soll der 360-Tonnen-Bagger von Liebherr auf dem Stelzenponton MP 40 übernehmen. Damit der Ponton stabil in Wassertiefen von über 40 Metern eingesetzt werden kann, fehlt noch eine entsprechende Hydrauliklösung für die Höhenverstellung der Stelzen.

Die Aufgabenstellung 

Damit der Kunde, eine Spezialfirma für Wasserbau, das in Deutschland einzigartige Wasserbauprojekt termingerecht voranbringen kann, stehen Lippold für die Projektierung, Herstellung und Montage der kompletten Hydraulikanlage einschließlich Bau der Sonderzylinder lediglich fünf Monate zur Verfügung.

 

Das Ergebnis

Zum Lieferumfang gehören Projektion, Bau und Montage der vollständigen hydraulischen Ausrüstung zur Bewegung und Verriegelung der Hubstelzen sowie die Konstruktion, Fertigung und Montage der Sonderzylinder, Ventilblöcke und Antriebe. Dazu müssen zahlreiche Komponenten wie Bodenaugen und -befestigungslaschen, Ventilsteuerungen und Verriegelungszylinder, Senkbremsventile und Eisabstreifer integriert und viele Meter Rohrleitungen verschweißt werden. In jede der drei Stelzen des Baggerpontons werden vier Sonderzylinder integriert, die zusammen für eine Hubleistung von 750 Tonnen pro Stelze sorgen. Neben einer über den Bagger angetriebenen und einer eigenständigen Hydraulikanlage verfügt das System über eine Nothydraulik, die einen Betrieb bei Ausfall des Baggers gewährleistet.

 

Da der gesamte Prozess von der Projektierung bis zur Installation bei Lippold aus einer Hand kommt, sind die Abstimmungswege kurz und effektiv: Der Baggerponton konnte im Januar 2009 pünktlich in Betrieb gehen und ist seitdem erfolgreich im Einsatz.

 

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