MVB MÜLLVERWERTUNG BORSIGSTRASSE

Das geteilte Aggregat

Gerade solche Projekte weit ab von technischen Standardlösungen sind eine spannende Herausforderung für einen Projektingeneneur wie mich. Kompakte Einbauräume, schwierige Aufstellungsmöglichkeit sowie der Betrieb unter thermisch schwierigen Bedingungen in einer schmutzintensiven Umgebung haben dieses Projekt besonders spannend gemacht”

Micha­el Mundt, Projektingenieur

AUFGABENSTELLUNG:

Für die Tei­ler­neue­rung der Hydrau­lik eines Müll­rosts und der Zutei­ler der Linie 1 und 2 in der Müll­ver­wer­tung Borsig­stra­ße soll­te die Fir­ma Lip­pold Hydrau­lik­ag­gre­ga­te als kom­plet­te Sys­te­me pla­nen, kon­stru­ie­ren, fer­ti­gen und Mon­tie­ren. Die Zugäng­lich­keit zum Auf­stel­lungs­ort der Aggre­ga­te stell­te von Beginn an eine Her­aus­for­de­rung dar. Somit muss­te bereits bei der Kon­struk­ti­on berück­sich­tigt wer­den, dass die Aggre­ga­te spä­ter ihren Auf­stel­lungs­ort erreichen.

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ERGEBNIS:

Zur Lösung des Ein­baus wur­den die Aggre­ga­te in einer außer­or­dent­lich kom­pak­ten Bau­form aus einer Ölwan­ne als Gerä­te­trä­ger mit dar­über lie­gen­dem Hydrau­lik­tank baut kon­stru­iert. Auch lie­ßen sich die Schall­schutz­ele­men­te zur Geräusch­min­de­rung her­vor­ra­gend inte­grie­ren. Das Aggre­gat der Linie zwei wur­de für den Ein­bau teil­bar aus­ge­führt und wur­de erst am Auf­stel­lungs­ort zusammengebaut.

In Zusam­men­ar­beit mit dem Lie­fe­ran­ten der Elek­to­steue­rung wur­den die E‑Motoren der Pum­pen über Fre­quenz­um­rich­ter ange­steu­ert. Somit hat man eine ener­ge­tisch opti­ma­le Aus­nut­zung der Hydrau­lik geschaf­fen. Die Kom­bi­na­ti­on aus Fre­quenz­um­rich­ter und ver­stell­ba­rer Axi­al­kol­ben­pum­pe hat zudem auch zu einer gerin­ge­ren Geräusch­emis­si­on und zu län­ge­ren War­tungs­in­ter­val­len geführt.

Auch der Öl-Luft-Küh­ler wird über einen Fre­quenz­um­rich­ter geregt. Dadurch wird eine kon­stan­te Öltem­pe­ra­tur und eine deut­lich gerin­ge­re Ver­schmut­zung des Küh­ler­re­gis­ters gewähr­leis­tet. Es wird nur so viel Luft durch den Küh­ler gebla­sen wie zur Ein­hal­tung der opti­ma­len Öltem­pe­ra­tur erfor­der­lich ist. Somit wird auto­ma­tisch auch deut­lich weni­ger Staub in den Küh­ler ein­ge­bracht und die Stand­zeit bis zur nächs­ten Rei­ni­gung deut­lich verlängert.

Durch die detail­lier­te Kon­struk­ti­on und Vor­pla­nung in unse­rem Haus konn­ten die Aggre­ga­te in kür­zes­ter Zeit wäh­rend eines Som­mer­still­stan­des auf­ge­stellt wer­den. Selbst uner­war­te­te Schä­den an der Ver­roh­rung wäh­rend des Still­stan­des konn­ten durch uns noch beho­ben wer­den und gro­ße Tei­le der Ver­roh­rung erneu­ert werden.

Pro­jekt­auf­ga­be: Tei­ler­neue­rung der Hydrau­lik Rost und Zutei­ler Linie 1 und 2
Ansprech­part­ner /​Techn. Lei­tung: Micha­el Mundt
Unter­neh­men: MVB Müll­ver­wer­tung Borsig­stra­ße GmbH
Web­site: mvb​-hh​.de

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