Hydraulikaggregat

LIPPOLD GROUP

Hydraulikaggregat

Als Energieerzeuger im Hydrauliksystem ist das Hydraulikaggregat zentral für die Funktionalität Ihrer Anlage. Die Komplexität dieser Komponente erfordert Erfahrung und Fachwissen, sodass nicht selten unerwartete Störungen oder Ausfallzeiten aufkommen, weil bei der Inbetriebnahme oder Wartung Ursachen nicht korrekt erkannt werden.

Als Spezialisten für den Bau von Sonder-Hydraulikaggregaten und die Wartung von Standard-Hydraulikaggregaten, erklären wir Ihnen in diesem Artikel, wie ein Hydraulikaggregat funktioniert, was typische Störungen und ihre Ursachen sind und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

FUNKTIONEN

Funktionsweise und Aufgaben der Hydraulik-Aggregate

Das Hydraulikaggregat ist der Energieerzeuger und die Antriebseinheit im Hydrauliksystem. Über einen Elektro- oder Verbrennungsmotor wird mechanische Energie erzeugt, die in hydraulische Energie umgewandelt wird und somit die Hydraulikanlage antreibt. Der Motor des Aggregats treibt die Hydraulikpumpe an, die, je nach Konstruktion und Zweck, über Rotations- oder Hubbewegungen Druck auf die Hydraulikflüssigkeit und somit den Volumenstrom erzeugt.

Je nach Komplexität und Energiebedarf, der des Systems zu erledigenden Aufgabe, können Aggregate hinsichtlich ihrer Größe und Komponenten unterschiedlich gestaltet sein. Langlebige, größere Hydraulikaggregate, die für den Betrieb unter unterschiedlichen Umgebungsmerkmalen konstruiert sind, verfügen über folgende Konstruktionskomponenten:

Der Tank

Der Flüssigkeitsbehälter lagert die Hydraulikflüssigkeit der Anlage. Je nach Konstruktion kann der Hydrauliktank als externe Komponente in das Hydraulikaggregat integriert werden oder als zentraler Baukörper des Aggregats dienen. Letzteres ist insbesondere bei kleineren Aggregaten der Fall. Eine praktische Nebenfunktion des Tanks ist die Kühlung des Aggregats.

Die Motor-Pumpeneinheit

Die vom Elektromotor oder Verbrennungsmotor betriebene Pumpe saugt die Flüssigkeit aus dem Tank und erzeugt den Volumenstrom. Gemeinsam bilden beide Komponenten die Motor-Pumpeneinheit und sind ein zentrales Element des Aggregats. Je nach Anforderung verfügt das Aggregat über mehrere oder eine einzige Pumpe. Bei einem Mehrpumpensystem verfügt jede Pumpe über ein eigenes Speicherventil.

Die Steuerungseinheit

Über die Steuerungseinheit wird der Druck der Flüssigkeit und der Volumenstrom reguliert und gesteuert. Sie verfügt über diverse Leistungsanzeigen, Schalter und Überwachungsfunktionen. Zudem ist sie die Komponente, über die das Aggregat in die Hydraulikanlage integriert werden kann.

Der Hydrospeicher

Der Speicher im Hydraulikaggregat dient der Aufrechterhaltung des Drucks der Flüssigkeit. Dabei wird die Flüssigkeit in einen mit Gas gefüllten Druckspeicher gepresst. Bei der Entladung entsteht hydraulische Energie, die im Aggregat genutzt werden kann.

Filter, Ventile und Verbindungstechnik

Diverse kleinere Komponenten, wie beispielsweise Filter für die Reinigung der Hydraulikflüssigkeit, Ventile, Schläuche und Rohrleitungen, übernehmen wichtige Aufgaben im Aggregat.

PRAXISBEISPIELE

Typische Probleme mit Hydraulikaggregaten
in der Praxis

Jahrelange Erfahrung und unzählige Praxisfälle prägen unsere Arbeit. Im Folgenden möchten wir Ihnen klassische Problemfälle und mögliche Lösungen präsentieren:

PROBLEM 1:

Der Druck des Hydrauliksystems ist zu niedrig.
Die Anlage bringt nicht die geforderte Leistung.

MÖGLICHE LÖSUNGEN:

Womöglich ist das Überdruckventil nicht richtig eingestellt. Mit einem Manometer können Sie das Ventil nachjustieren. Eine weitere mögliche Lösung wäre ein Verschleiß der Pumpe. Prüfen Sie, ob die Rotorenteile verschlissen sind oder andere Teile ausgetauscht werden müssten.

PROBLEM 2:

Die Wellendichtung der Pumpe ist nicht dicht und es tritt Hydraulikflüssigkeit aus.

MÖGLICHE LÖSUNG:

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Dichtung verschlissen und muss ausgetauscht werden. Für den Verschleiß kann ein dauerhaft übermäßiger Druck ursächlich sein, der auf Verengungen oder eine übermäßig lange Verrohrung zurückzuführen ist.

PROBLEM 3:

Die Pumpe läuft dauerhaft heiß und ist deutlich wärmer als die Hydraulikleitungen.

MÖGLICHE LÖSUNG:

Es könnte zu viel Druck auf den Pumpenlagern sein. Ursächlich dafür könnte ein zu großer Abstand zwischen Motorwelle und Pumpenwelle sein.

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ERMITTLUNG DER NENNLEISTUNG

Wie Sie das richtige Aggregat finden

Um das passende Hydraulikaggregat für Ihre Hydraulikanlage zu wählen, ist es erforderlich, zunächst die geforderte Nennleistung zu ermitteln. Sie ist vom Druck und der Durchflussmenge abhängig, die für die gewünschte Leistung erforderlich sind.

Nennleistung in kW:

Die Leistung des Motors des Hydraulikaggregates, der die Pumpe antreibt.

Fördermenge in (l/s):

Die Menge der druckübertragenden Hydraulikflüssigkeit, die pro Sekunde gefördert werden kann oder soll.

Nenndruck in bar:

Der maximale Nenndruck ist von der gewünschten Leistung der Hydraulikanlage abhängig. Dabei sollte der Druck richtig berechnet werden. Auch wenn zusätzlich verfügbare Leistung für sich später ändernde Anforderungen nützlich erscheint, kann ein zu hoher Druck die Komponenten des Systems beschädigen.

Welcher Antrieb?

Es gibt unterschiedliche Wege, um ein Hydraulikaggregat anzutreiben. Gängig sind Hydraulikaggregate mit Verbrennungs- oder Elektromotor. Doch auch Pneumatik- oder Hydraulikmotoren können als Antrieb eines Aggregates dienen. Etwa, um aus einem bestehenden Hydraulikkreislauf einen noch höheren Druck zu erhalten.

Sie sollten bei der Auswahl den Anwendungsbereich des jeweiligen Motors kennen:

Elektromotor:

Ob Sie einen Elektromotor mit Gleich- oder Wechselstrom für Ihr Hydraulikaggregat benötigen, hängt von der Anwendung Ihres Systems ab. Wechselstrommotoren werden eher in Industrieanlagen eingesetzt, während Gleichstrommotoren in Fahrzeugen oder mobilen Hydrauliklösungen zum Einsatz kommen.

Verbrennungsmotor:

Wird für die Anlage keine Stromquelle zur Verfügung stehen, kann ein Verbrennungsmotor, der mit Erdgas, Benzin oder Diesel angetrieben wird, eingesetzt werden.

Pneumatikmotor:

Pneumatikmotoren kommen in Hydraulikaggregaten zum Einsatz, wenn ein Pneumatikkreislauf zur Verfügung steht und andere Motortypen, wie z.B. der Verbrennungsmotor, ausgeschlossen sind. Dies ist beispielsweise in einer entzündlichen Umgebung der Fall.

Welche Leistungsparameter sollte das Aggregat aufweisen?

Hydraulikaggregate werden von vielen Herstellern in unterschiedliche Größenkategorien eingeteilt.

Mikro-Hydraulikaggregate:

Mit einer maximalen Fördermenge von bis zu 5 l / min und einem maximalen Druck von 250 bar, werden Mikro-Aggregate überwiegend in kleinen und mobilen Anwendungen eingesetzt.

Mini-Hydraulikaggregate:

Bei einem maximalen Fördervolumen von 30 l / min und bis zu 350 bar Druck, werden Mini-Aggregate häufig in Fahrzeugen oder anderen mobilen Anwendungen verbaut.

Standard-Hydraulikaggregate:

Bein einem Volumenstrom von maximal 100 l / min und einem Betriebsdruck von 250 und 700 bar werden Standard-Hydraulikaggregate auch in größeren mobilen Anwendungen, aber überwiegenden größeren stationären Hydraulikanlagen, eingesetzt.

Sonder-Aggregate:

Für anspruchsvolle Hydraulikanlagen kann sich die Fertigung eines Sonderaggregats lohnen, wie wir es für unsere Kunden realisieren. Durch die präzise Anpassung an die individuellen Anforderungen Ihres Systems kann ein gefertigtes Sonderaggregat eine höhere Langlebigkeit bedeuten.

OPTIMALE PASSGENAUIGKEIT FÜR OPTIMALE LEISTUNG

Standard-Hydraulikaggregat oder Sonderlösung von Lippold

Als Hydraulik-Spezialisten und Hersteller von Sondermaschinen betreuen wir Kunden aus unterschiedlichen Branchen seit Jahrzehnten bei allen Anliegen rund um das Hydraulikaggregat. Wenn Sie Interesse an dem Kauf eines Standard-Hydraulikaggregats namhafter Hersteller haben oder sogar von den Vorteilen einer Sonderlösung profitieren möchten, nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

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Service, Wartung & Beratung

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Wir stehen Ihnen bei allen Fragen, rund um den Service, die Wartung und die Beratung zu Hydraulikaggregaten zur Verfügung.

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